Alles andere als schal: Heidelberger Bierbraukunst hoch vier

Dass Heidelberg einst eine Hochburg des Brauwesens war, wissen vermutlich nur noch sehr wenige. Zwar war von den 36 Brauereien ein Großteil um 1900 bereits geschlossen, doch vier Brauereien versorgen Heidelberg noch heute mit dem süffigen Gerstensaft. Ein Blick hinter die Kulissen – ins Sudhaus – zeigt: Diese Brauereien sind mehr als ein produzierendes Gewerbe. Hier wird experimentiert und mit den Rohstoffen, die das deutsche Reinheitsgebot vorschreibt, gespielt. „Tradition meets Moderne!“ Alle vier Braustätten Heidelbergs haben sich – auf ganz unterschiedliche Weise – diesem Credo verschrieben.Biergartenbrauerei-Heidelberg
Heidelberger Brauerei: Handarbeit und modernste Technik  Geschäftsführer Michael Mack ist sichtbar glücklich, „dass die Brauerei in seiner 263jährigen Geschichte stets Teil einer so historischen Stadt war“ und seit Generationen eng mit den hiesigen Gaststätten zusammenarbeitet – insbesondere mit der traditionsreichen Studentenkneipe „Zum Roten Ochsen“. Von den 500 Jahren Reinheitsgebot legt die Heidelberger Brauerei nun schon über die Hälfte davon die Richtlinien der ältesten Lebensmittelgesetzgebung für ihre Brautätigkeit zugrunde. Und noch heute fühlt sich Mack diesen Grundsätzen verpflichtet. Alle Rohstoffe werden seit der Brauerei-Gründung zudem regional bezogen und modernste Technik, die europaweit Maßstäbe setzt, garantiert die saubere und gute Qualität der insgesamt 21 Produkte. Über das Tagesgeschäft hinaus werden ganz individuelle Biere hergestellt. Für zwei Craft Biere entwickelte Braumeister Lutz Wirsching extra eine „Handbierbrauerei“: Das „Urmensch-Bier“, das im Zusammenhang ‚homo heidelbergensis‘ hergestellt wurde, und ein Jubiläumsbier anlässlich „1000 Jahre Bammental“. Ein „Lutherbier“ für das Lutherjahr 2017 ist bereits angefragt.
Alle Informationen zur Brauerei und zu Brauereiführungen unter: http://www.heidelberger-brauerei.de/Heidelberger-Brauerei.2.0.html

Heidelberger-Brauerei-Braumeister-Lutz-WirschingKulturbrauerei Heidelberg: Von der Exotik des Bieres 
In den Mauern der Kulturbrauerei Heidelberg braute im 18./19. Jahrhundert über mehrere Generationen die Familie Schaaf ihr Bier und noch heute wird für das Wirtshaus „Zum Seppl“ Braumalz gewonnen und Bier gebraut. In einem unterirdischen Gang vom Bierkeller wurde früher das Getränk zu dieser – heute noch überaus beliebten – Studentenkneipe transportiert. Die Biere, die dem Gast in diesem historischen Ambiente angeboten werden, braut Braumeister Thomas Lamerz aus besten Zutaten. Eine ganz besondere Note bekommt jede Biersorte durch die Zugabe von besonderen Hopfensorten aus Australien, den USA und Neuseeland. Dabei entstehen Aromen von exotischen Früchten wie Litschi, Ananas, Pinie, Orange, Grapefruit und Passionsfrucht. Und das alles nach dem deutschen Reinheitsgebot, das auch für die Kulturbrauerei wegweisend ist. „Wenn Brauereien Bier nicht nach diesem Gesetz brauen, dann darf man es einfach nicht Bier nennen“, erklärt Geschäftsführer Jürgen Merz abschließend kurz und knapp.
Weitere Informationen zur Kulturbrauerei unter: http://www.heidelberger-kulturbrauerei.de/

Brauerei-zum-KlosterhofVetter’s Alt Heideberger Brauhaus: „Die Mischung macht‘s!“
Das Jubiläumsfest zum 30. Geburtstag des Brauhaus Vetters im kommenden Jahr ist bereits in Planung. Insgesamt zehn Biere sind im Angebot der ersten Gasthausbrauerei Heidelbergs zu finden und werden morgens in den zwei Kesseln im Gastraum aus regionalen Rohstoffen gebraut und ausschließlich dort verkauft. Eines der zehn Biere machte 1994 in besonderer Weise von sich reden: Mit 33% Stammwürze schaffte es das „Vetter 33“, das stärkste nach deutschem Reinheitsgebot gebraute Bier der Welt, in das Guinness-Buch der Rekorde. „Unser Bier ist handwerklich hergestellt und das Reinheitsgebot ist für uns aus Tradition verpflichtend“, so Geschäftsführer Michael Vetter. „In Deutschland gibt es über 5000 verschiedene Biere, die mit den gleichen Grundstoffen hergestellt sind, dennoch schmecken sie alle unterschiedlich und insbesondere die kleinen Brauereien bringen Vielfalt und Abwechslung ins Sortiment. Es kommt auf die unterschiedliche Malz-Röstung an und auf die unterschiedlichen Anteilverhältnisse der einzelnen Zutaten. Wie beim Tee, den man unterschiedlich lange ziehen lässt.“ Dabei findet es Vetter gut für den Gast, wenn die Geschmackspalette auch durch Zutaten außerhalb des Reinheitsgebotes erweitert wird. Nur darf es dann nicht Bier heißen – „genau so wenig, wie vegetarische Wurst, Wurst ist.“
Weitere Informationen zur Brauerei unter: http://www.brauhaus-vetter.de/

Brauerei zum Klosterhof Heidelberg: Experimentierfreudigkeit mit und ohne Reinheitsgebot
Quellwasser direkt aus dem Berg, an der sich seit Generationen die Anwohner bedienen, ist für die Klosterhof-Brauerei das Geheimnis für einen angenehm, milden Geschmack ihres Bieres. Wie es sich für eine Biobrauerei gehört, sind alle Rohstoffe regional und aus biologischem Anbau, um eine gute CO²-Bilanz zu gewährleisten. Das Standardsortiment aus sechs Sorten beinhaltet neben fünf saisonalen Bieren weitere ausgefallene Spezialitäten wie Siegelbiere, die im Sherry-, Brandy-, Barrique- oder Whiskyfass gereift sind. Dabei würde sich Till Barucco, Assistenz der Geschäftsführung, manchmal wünschen, nicht ganz so sehr den strengen Bedingungen des Reinheitsgebotes Folge leisten zu müssen, „da es auch natürliche Zutaten wie Orangenschalen verbietet.“ Doch zum Glück sind der Biobrauerei in Sachen Experimentierfreudigkeit aufgrund einer bestimmten Kennzeichnung auf dem Flaschenetikett keine Grenzen gesetzt. Ein Ale mit Orangenschalen ist schon in Planung und auch vom „mutigen Experimentieren mit Hopfen-und Malzsorten“ profitiere die Bierlandschaft. Demnach sei das Reinheitsgebot „eine tolle Sache, die uns schützt“, stellt Barucco versöhnlich fest.
Alle Angebote zu Bierseminaren, Brauerei- und Klosterführungen unter: http://brauerei-zum-klosterhof.de

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